Die Ergebnisse der Bundesländer

Wie die Bundesländer in der Deutschland-Studie abgeschnitten haben, erfahren Sie hier

 

» Baden-Württemberg

 

Ergebnisse für Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg scheint häufig die Sonne. Und auch sonst sind die äußeren Umstände für Lebensqualität in dem Bundesland sehr gut. Die durchschnittliche Punktzahl der Kreise und kreisfreien Städte Baden-Württembergs beim Deutschlandranking des ZDF beträgt 181 Punkte – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Denn der deutschlandweite Durchschnitt der 401 Kreise liegt bei 166 Punkten. Die Kreise und Städte Baden-Württembergs sind auch deutschlandweite Spitzenreiter in den Bereichen „Arbeit & Wohnen“ und „Gesundheit & Sicherheit“ – zwei von drei Subrankings in der Deutschland-Studie. Bei „Freizeit & Natur“ erreichen die Städte und Kreise Baden-Württembergs gerade einmal den Durchschnitt aller deutschen Städte und Kreise. Auch die Gehaltsschere zwischen den Geschlechtern ist größer als in vielen anderen Bundesländern: Die Differenz der Medianeinkommen von Frauen und Männern ist in Baden-Württemberg sogar besonders hoch.

Die Top 3 in Baden-Württemberg

Der erste Platz in Baden-Württemberg ist zugleich der zweite Platz bundesweit: Die Universitätsstadt Heidelberg (205 Punkte). Auf den Plätzen zwei und drei im Bundeslandranking liegen die Stadt Ulm mit 199 Punkten (Gesamtrang 10) und der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 199 Punkten (Gesamtrang 11 von 401).

Wo die Top 3 richtig punkten

Heidelberg punktet vor allem im Bereich „Freizeit & Natur“, wo es deutschlandweit auf Platz 5 liegt. Aber auch bei „Gesundheit & Sicherheit“ erreicht es mit 67 Punkten einen sehr guten 33. Rang von 401 Rängen deutschlandweit. Hierfür sorgen verschiedene Einzelfaktoren innerhalb des Bereichs – darunter eine hohe Lebenserwartung und gute Gesundheitsversorgung. Außerdem brechen hier bundesweit die wenigsten Jugendlichen die Schule ab. Ulm liegt mit 199 Punkten bundesweit auf Platz 10 und schneidet ebenfalls im Bereich „Freizeit & Natur“ besonders gut ab. Ein Grund: das kulturelle Angebot. Eine weitere Besonderheit: Beim Frauenanteil in Kreistagen, Stadträten oder Gemeinderäten liegt Ulm mit 47,5 Prozent bundesweit auf Platz 1. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald verzeichnet besonders gute Werte in den Bereichen „Arbeit & Wohnen“ und „Gesundheit & Sicherheit“, wo es im bundesweiten Vergleich die sehr guten Plätze 8 bzw. 6 von 401 erreicht.

Die Landeshauptstadt

Stuttgart belegt mit 190 Punkten Rang 9 der Kreise Baden-Württembergs und Rang 31 im bundesweiten Vergleich. Besonders gut steht Stuttgart im Bereich „Freizeit & Natur“ da. Das reicht bundesweit für Platz 10. Allerdings besteht selbst innerhalb dieser Kategorie in einigen Bereichen Verbesserungspotenzial. So ist die Luftqualität deutschlandweit die schlechteste. Auch die Gehaltsschere zwischen den Geschlechtern ist groß: Die Differenz der Medianeinkommen von Frauen und Männern ist mit 1.323 Euro sehr hoch – der siebthöchste Unterschied bundesweit. Außerdem ist es eng in der Stadt: Die Stuttgarter müssen sich mit der drittniedrigsten Wohnfläche deutschlandweit zufriedengeben. Bei den Sonnenstunden liegt die Landeshauptstadt dafür in den deutschen Top 10.

Schlusslichter

Die letzten drei Plätze in Baden-Württemberg belegen Rastatt (166 Punkte), Mannheim (164 Punkte) und Heidenheim (163 Punkte). Das ist bemerkenswert – denn somit liegen selbst die Kreise mit den wenigsten Punkten noch auf bzw. nur knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt, der bei 166 Punkten liegt. Rastatt schneidet besonders im Bereich „Arbeit & Wohnen“ gut ab, Mannheim sehr gut im Bereich „Freizeit & Natur“. Heidenheim dagegen punktet in den Bereichen „Gesundheit & Sicherheit“ sowie „Arbeit & Wohnen“ überdurchschnittlich gut, bei „Freizeit & Natur“ schneidet es hingegen unterdurchschnittlich ab.

» Bayern

 

Ergebnisse für Bayern

Mit durchschnittlich 179 Punkten beim Deutschlandranking des ZDF liegen die bayerischen Kreise weit über dem deutschen Durchschnitt von 166 Punkten. Am besten schneidet Bayern im Bereich „Arbeit & Wohnen“ ab – einem von drei Themenbereichen. Hier erzielen die bayerischen Kreise im Schnitt 64 Punkte, im Vergleich zu 58 Punkten im bundesweiten Durchschnitt. Im zweiten Bereich – „Gesundheit & Sicherheit“ liegen die bayerischen Kreise etwa fünf Punkte über dem Bundesdurchschnitt. Bei „Freizeit & Natur“ weichen sie kaum vom Durchschnitt ab. Negativ fällt in Bayern auf, dass Frauen deutlich weniger als Männer verdienen. Außerdem gibt es im bundesweiten Vergeich sehr wenig Ganztagsbetreuungsplätze.

Die bayerischen Top 3

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen in Bayern sind zugleich auch in Deutschland ganz vorn. Sie stellen drei der besten fünf Regionen im deutschlandweiten Gesamtranking. Dies sind die Landeshauptstadt München (Sieger im Gesamtranking mit 207 Punkten), der Landkreis Starnberg (204 Punkte, Gesamtdritter) und Garmisch-Partenkirchen, das mit 201 Punkten Gesamtfünfter wird. Die Maximalpunktzahl von 300 Punkten erreicht jedoch keine Region.

Wo die bayerischen Top 3 richtig punkten

Die Stadt München ist in allen drei Themenbereichen (Arbeit & Wohnen, Gesundheit & Sicherheit, Freizeit & Natur) unter den 25 Kreisen mit der höchsten Punktzahl. Die drei Themenbereiche sind in Einzelindikatoren unterteilt, zum Beispiel Sonnenstunden oder Wasserflächen im Bereich „Freizeit & Natur“. Spitzenreiter ist die Stadt an der Isar bei den durchschnittlichen jährlichen Sonnenstunden (1.756). Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Durch die große Anziehungskraft der Stadt ergeben sich auch Nachteile wie beispielsweise sehr hohe Mieten. Bei der Immobilienkaufpreis-Einkommens-Relation ist man sogar Schlusslicht in ganz Deutschland. Zudem besteht Nachholbedarf bei den Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten für Kinder. Auch die Schadstoffbelastung der Luft in München ist hoch. Der Gesamtdritte Starnberg liegt mit 204 Punkten knapp hinter München. Der Landkreis weist bundesweit die vierthöchste Punktzahl im Themenbereich „Gesundheit & Sicherheit“ auf. Auch bei Einzelindikatoren punktet der Kreis: In Starnberg haben Männer die bundesweit höchste Lebenserwartung (81,6 Jahre). 
Der Gesamtfünfte Garmisch-Partenkirchen ist deutschlandweit der zweitbeste Kreis im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“. Anders als München punktet Garmisch-Partenkirchen mit guter Luft: Der Landkreis belegt sogar deutschlandweit Rang 1 bei der Luftqualität.

Ausgewählte weitere Städte

Nürnberg kommt mit 173 Punkten auf Rang 69 im Bundeslandranking der 96 bayerischen Kreise (Gesamtranking: Rang 152 von 401). Im Bereich „Freizeit & Natur“ schneidet die Stadt sehr gut ab (bundesweit Rang 42 von 401). Dies liegt unter anderem an einer studentischen Kultur mit einer hohen Bar- und Restaurantdichte sowie vielen Theaterveranstaltungen. Weniger Punkte sammelt die Stadt im Bereich „Wohnen“ und bei der Luftqualität.
Augsburg erreicht im bundesweiten Ranking 176 Punkte und damit den 112. Platz. Die Stadt bietet also insgesamt gute Rahmenbedingungen für Lebensqualität. Die Bevölkerungsdynamik zählt zu den besten in Deutschland (+7,5 Prozent). Im Bereich „Wohnen“ offenbaren sich Probleme. Hier kann die Stadt nur 1,3 Punkte sammeln (Indikatoren W5, W9–10).
Würzburg liegt mit 189 Punkten auf dem 35. Platz in Deutschland. Die Stadt verzeichnet hervorragende Werte im Bereich Freizeit & Natur. Die Stadt bietet viele Bars, Restaurants, Vereine und klassische Kulturveranstaltungen. Weniger Punkte sammelt Würzburg im Bereich „Wohnen“ und „Sicherheit“.

Schlusslichter

Die Schlusslichter innerhalb des Bundeslandes bilden die Städte Schweinfurt und Hof. Die beiden Städte schneiden in den Bereichen „Arbeit & Wohnen“ sowie „Gesundheit & Sicherheit“ unterdurchschnittlich ab. Gute Rahmenbedingungen finden sich hingegen im Bereich „Freizeit & Natur“, da beide Städte viele Erholungs- und Naturflächen und eine hohe Bar- und Restaurantdichte bieten. Drittletzter im Bayernranking ist der Landkreis Amberg-Sulzbach. Anders als die Städte Schweinfurt und Hof kann der Landkreis im Bereich „Freizeit & Natur“ nur wenig punkten. Unter anderem, weil größere Städte (Mittelzentren) im bundesweiten Vergleich weit entfernt sind. Wenig Punkte gibt es auch für Ganztagsbetreuungsangebote. Die politische Partizipation gemessen an der Wahlbeteiligung ist hingegen sehr hoch.

 

» Berlin

 

Ergebnisse für Berlin

Mit 169 Punkten beim ZDF-Deutschlandranking von Prognos liegt Berlin knapp über dem deutschen Durchschnitt von 166 Punkten und erreicht Rang 189. Am besten schneidet Deutschlands Hauptstadt im Bereich „Freizeit & Natur“ ab – einem von drei Themenbereichen. Hier erreicht Berlin mit 75 Punkten den siebten Platz. In einem weiteren Bereich – „Gesundheit & Sicherheit“ liegt die Stadt jedoch etwa zehn Punkte unter dem Bundesdurchschnitt. Auch beim wichtigen dritten Bereich – „Arbeit & Wohnen“ – fehlen dem Land Berlin mehr als zehn Punkte zum deutschlandweiten Durchschnitt von 58.


Wo Berlin richtig punktet

Der Bereich „Freizeit & Natur“ ist ganz klar die Stärke von Deutschlands Hauptstadt. Innerhalb dieses Bereichs sammelt die Stadt unter anderem hohe Punktzahlen bei der Studierendenanzahl (50 je 1.000 Einwohner), der Bar- und Restaurantdichte (9 von 10 möglichen Punkten), den Ganztagsbetreuungsquoten (10,5 von 15 Punkten) und den klassischen Kulturveranstaltungen. Auch bei den Sonnenstunden bekommt Berlin die volle Punktzahl (Rang 21 deutschlandweit). Zwölf Prozent der Gesamtfläche gilt als Erholungsfläche – dies führt die Stadt sogar zur Höchstpunktzahl im deutschlandweiten Vergleich.

Auch in den beiden anderen Bereichen „Gesundheit & Sicherheit“ sowie „Arbeit & Wohnen“ kann die Stadt in einigen Teilbereichen punkten. So ist die Lebenserwartung hoch. Hier sammelt die Stadt 7 von 10 möglichen Punkten. Auch bei den Indikatoren zur Gleichberechtigung steht die Stadt gut da: 9,5 von 15 möglichen Punkten und somit Rang 55.  


Wo Berlin kaum punkten kann

Deutschlandweites Schlusslicht ist Berlin bei der Feinstaubbelas-tung. Auch insgesamt schneidet die Hauptstadt bei der Luftqualität schlecht ab (nur 5,3 von 22,5 möglichen Punkten). Damit gehört Berlin zu den zehn deutschen Kreisen bzw. Städten mit der niedrigsten Punktzahl in dieser Kategorie. Wenig Punkte gibt es zudem für Wohnen (Indikatoren W5, W9–10). Hier erreicht Berlin lediglich 1,3 von 10 möglichen Punkten. Auch im Bereich Sicherheit steht die Stadt bei den Wohnungseinbrüchen (Rang 375) und Gewaltverbrechen (Rang 390) nicht gut da. Insgesamt werden im Bereich „Sicherheit“ nur 6,5 von 20 Punkten erreicht.

 

» Brandenburg

 

Ergebnisse für Brandenburg

Mit durchschnittlich 162 Punkten beim Deutschlandranking des ZDF liegen die Kreise und Städte aus Brandenburg knapp unter dem deutschen Durchschnitt von 166 Punkten. Am besten schneidet Brandenburg im Bereich „Freizeit & Natur“ ab – einem von drei Subrankings. Hier erzielen die brandenburgischen Kreise im Schnitt 60 Punkte im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 52 Punkten. In den beiden Bereichen „Arbeit & Wohnen“ liegen die Kreise aus Brandenburg sieben Punkte, im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ fünf Punkte unter dem deutschlandweiten Durchschnitt.


Die Top 3 Brandenburgs

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen in Brandenburg sind die Stadt Potsdam, der Landkreis Dahme-Spreewald sowie der Landkreis Potsdam-Mittelmark. Alle drei landen in den Top 120 der Regionen mit den besten Rahmenbedingungen für Lebensqualität. Die Stadt Potsdam als Bester in Ost- und Norddeutschland erreicht 203 Punkte von 300 möglichen Punkten. Das sind nur vier Punkte weniger als der Gesamtsieger München. Potsdam liegt somit auf Rang 4 des Gesamtrankings.  


Wo die Brandenburger Top 3 richtig punkten

Potsdam ist mit Dresden (198 Punkte, Rang 12) und Jena (193 Punkte, Rang 16) eine von drei ostdeutschen Städten in den Top 20 der Deutschland-Studie. Sie ist gleichsam auch die Stadt mit den besten Rahmenbedingungen in Brandenburg. Im Bereich „Freizeit & Natur“ ist Potsdam sogar die Nummer 1 in ganz Deutschland. Gründe finden sich in den vielen Natur- und Erholungsflächen, guten Ganztagsbetreuungsquoten, einem attraktiven Kulturangebot und nicht zuletzt in den vielen Sonnenstunden (mit 1.722 Sonnenstunden im langjährigen Mittel zählt Potsdam zu den deutschen Top 10). Nachteil der guten Rahmenbedingungen: Die Mieten und Immobilienpreise sind sehr hoch. Wenig Punkte sammelt Potsdam auch beim Thema Luft, konkret den Feinstaubwerten.

Dahme-Spreewald erreicht 177 Punkte. Am stärksten ist der Landkreis – wie Potsdam – im Bereich „Freizeit & Natur“. Es gibt hier viel Wald, viele Erholungsflächen und viel Sonne. Auch die Übernachtungen pro Einwohner sind sehr hoch. Ein wichtiger Indikator für Lebensqualität: Wo Menschen Urlaub machen, lebt es sich auch gut. Darüber hinaus kennzeichnen eine geringe Arbeitslosenquote und geringe Werte bei der Kinder- und Altersarmut den Landkreis.
Letzteres gilt auch für Potsdam-Mittelmark, das sich darüber hinaus über wenig Gewaltverbrechen, viele Sonnenstunden und eine hohe Lebenserwartung freuen darf. Verbesserungspotenziale gibt es bei den Feinstaubwerten und der Erreichbarkeit von Krankenhäusern.


Schlusslichter in Brandenburg

Weniger gut sind die Rahmenbedingungen für Lebensqualität in den Landkreisen Elbe-Elster (151 Punkte, Rang 334 im Gesamtranking), Uckermark (143 Punkte, Rang 368 im Gesamtranking) und Prignitz (140 Punkte, Rang 377 im Gesamtranking). Das liegt vor allem am schlechten Abschneiden im Bereich „Arbeit & Wohnen“.

 

» Bremen

 

Ergebnisse für Bremen

Das Bundesland Bremen erreicht insgesamt 136 Punkte im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt von 166 Punkten. Am besten schneidet das Land Bremen im Bereich „Freizeit & Natur“ ab. Hier erreicht Bremen 54 Punkte, im Vergleich zu 52 Punkten im bundesweiten Durchschnitt. Im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ liegt das Bundesland mehr als 14 Punkte unter dem Bundesdurchschnitt. Auch bei „Arbeit & Wohnen“ fehlen dem Land Bremen etwa 18 Punkte zum deutschlandweiten Durchschnitt von 58.


Die Sonnenseiten: Bremen und Bremerhaven sind bei „Freizeit & Natur“ top

Im Bereich „Freizeit & Natur“ haben die Hansestadt Bremen und Bremerhaven einiges zu bieten. Beide erreichen überdurchschnittliche Punktzahlen in diesem Bereich. Sie bekommen die volle Punktzahl bei Wasserflächen, doch auch bei der Bar- und Restaurantdichte liegen die beiden Städte (7 von 10 Punkten in Bremerhaven und 8 von 10 möglichen Punkten in Bremen) vorn. Bremerhaven bietet zudem sehr viele klassische Kulturveranstaltungen.

Im Bereich „Wohnen & Arbeit“ sowie „Gesundheit & Sicherheit“ sind die Ergebnisse nicht ganz so positiv. Doch die durchschnittlichen Pendlerdistanzen sind kurz (jeweils 8 von 10 Punkten) und die Gesundheitsversorgung ist ebenfalls gut – beide Städte erreichen fast die volle Punktzahl bei den Einwohnern je Arzt sowie der Erreichbarkeit von Krankenhäusern.  


Die Schattenseiten: hohe Kinder- sowie Altersarmut

Im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ haben beide Städte eine sehr hohe Kinder- sowie Altersarmut (jeweils die geringste Punktzahl). Auch im Bereich Sicherheit gibt es in Bremerhaven als auch Bremen Verbesserungsbedarf. Bremerhaven belegt hier den letzten Platz in Deutschland. Auch die Hansestadt Bremen erhält nur 5 von 20 Punkten (Rang 396).

Mit Blick auf „Wohnen und Arbeit“ könnte einiges besser gestaltet werden. Die Arbeitslosenquote ist im bundesweiten Vergleich sehr hoch (in Bremerhaven 12 Prozent und in Bremen 9 Prozent). Zudem lebt ein großer Anteil der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften und die Schulden gehören zu den höchsten in Deutschland.

 

» Hamburg

 

Ergebnisse für Hamburg

Hamburg erreicht insgesamt stolze 172 Punkte – das sind sechs Punkte mehr als der bundesweite Durchschnitt von 166 Punkten. Am meisten Punkte sammelt die Stadt im Bereich „Freizeit & Natur“ – einem von drei Subrankings. Hier erreicht Hamburg 64 Punkte, im Vergleich zu 52 Punkten im bundesweiten Durchschnitt. In einem weiteren Bereich – „Gesundheit & Sicherheit“ – liegt die Hansestadt knapp unter dem Bundesdurchschnitt – etwa drei Punkte. Auch bei „Arbeit & Wohnen“ fehlen Hamburg etwa vier Punkte zum deutschlandweiten Durchschnitt von 58.


Wo Hamburg richtig punktet

Im Bereich „Freizeit & Natur“ hat die Hansestadt einiges zu bieten. Innerhalb dieser Kategorie erreicht man bei den klassischen Kulturveranstaltungen die volle Punktzahl. Wenig überraschend: Auch bei der Bar- und Restaurantdichte überzeugt die Stadt (7 von 10 Punkten).

Im Bereich „Wohnen & Arbeit“ weist Hamburg eine sehr hohe Kaufkraft (8 von 10 Punkten) auf . Dies bringt Punkte für das Ranking. Im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ überzeugt die Stadt durch eine gute Gesundheitsinfrastruktur. Auch bei der Arztdichte (9 von 10 möglichen Punkten) und der Erreichbarkeit von Krankenhäusern (4,5 von 5 Punkten) fehlt der Stadt nicht viel zur vollen Punktzahl.   


Wo Hamburg nur wenig Punkte sammelt

Wenig Punkte gibt es für die Hansestadt in den Bereichen „Wohnen“ (Indikatoren W5, W9–10) und „Sicherheit“ (Indikatoren G9–11). Denn die Immobilienpreise und Mieten sind extrem hoch. Gewaltverbrechen und Einbrüche kommen viel häufiger als im bundesweiten Vergleich vor. Das bringt der Hansestadt nur 1,7 von 10 möglichen Punkten im Bereich „Wohnen“ und 5,5 von 20 möglichen Punkten im Bereich „Sicherheit“. Auch bei der Altersarmut kommt Hamburg nicht gut weg (Rang 396 im deutschlandweiten Vergleich).

 

» Hessen

 

Ergebnisse für Hessen

Mit durchschnittlich 166 Punkten beim Deutschlandranking des ZDF erreichen die hessischen Kreise und kreisfreien Städte ziemlich genau die deutsche Durchschnittspunktzahl. Am besten schneidet Hessen im Bereich „Arbeit & Wohnen“ ab – einem von drei Unterrankings. Hier erzielen die hessischen Städte und Kreise im Schnitt 58 Punkte – und liegen auch hier genau im bundesweiten Schnitt. Im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ liegen die hessischen Kreise und Städte etwa einen Punkt besser als der Bundesdurchschnitt. Beim dritten Bereich – „Freizeit & Natur“ – liegen sie durchschnittlich mehr als zwei Punkte unterhalb des deutschlandweiten Durchschnitts.


Die hessischen Top 3

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen innerhalb Hessens sind der Hochtaunuskreis (mit 191 Punkten auf Rang 27 von 401), Frankfurt am Main (mit 185 Punkten auf Rang 57) und der Rheingau-Taunus-Kreis (mit 185 Punkten auf Rang 58*). Insbesondere der Hochtaunuskreis steht nicht nur in Hessen, sondern auch im bundesweiten Vergleich sehr gut da.


Wo die Top 3 richtig punkten

Der Hochtaunuskreis punktet vor allem im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“. In diesem Subranking gehört er mit 71 Punkten zu den zehn Topregionen in Deutschland. Erwähnenswerte Einzelindikatoren innerhalb dieses Bereichs sind die Lebenserwartung und die Kaufkraft. Bei der Lebenserwartung wird sowohl bei den Frauen als auch den Männern die volle Punktzahl erreicht. Probleme bereitet die Luftqualität. Dort werden 13,5 von 22,5 möglichen Punkten erreicht. Im Bereich „Arbeit & Wohnen“ sammelt der Kreis stolze 67 von 100 möglichen Punkten und befindet sich somit unter den besten 40 Regionen in Deutschland.

Frankfurt am Main als Freizeit-, Natur- und Kulturparadies? Darauf lassen die 72 Punkte (Rang 12 im Gesamtranking) in diesem Bereich durchaus schließen. Frankfurt bietet viele Vereine sowie Bars und Restaurants. Auch bei den Ganztagsbetreuungsquoten sowie den klassischen Kulturveranstaltungen holt die Metropole am Main hohe Punktzahlen. Wenig Punkte sammelt Frankfurt im Bereich „Wohnen“ (Indikatoren W5, W9–10). Hier erreicht die Stadt nur die Mindestpunktzahl (1 von 10 Punkten). Auch in den Bereichen „Sicherheit“ (Indikatoren G9–G11: 7,5 von 20 Punkten) sowie „Luftqualität“ (Indikatoren G14–G16: knapp 7 von 22,5 Punkten) steht Frankfurt nicht gut da.

Der Rheingau-Taunus-Kreis erreicht sehr gute Werte im Bereich „Sicherheit“. 16 von 20 Punkten führen in diesem Bereich zu Rang 26 in Deutschland. Auch bei der Kaufkraft erhält der hessische Kreis starke 8 von 10 möglichen Punkten. Die öffentlichen Schulden gehören allerdings zu den höchsten in Deutschland – hier gibt’s wenig Punkte und Rang 371 in Deutschland.


Die Landeshauptstadt

Wiesbaden erreicht 170 Punkte und befindet sich somit innerhalb des Bundeslandes Hessen auf Rang 8. Bundesweit reicht es für Rang 169. Die Landeshauptstadt besticht durch hohe Werte im Bereich „Freizeit & Natur“. Dies liegt an der hohen Ganztagsbetreuungsquote (11,3 von 15 Punkten) sowie der Bar- und Restaurantdichte mit 8 von 10 Punkten und den klassischen Kulturveranstaltungen (5,6 von 7,5 Punkten). Weniger Punkte erreicht Wiesbaden im Bereich „Wohnen“ (Rang 376). Immobilien sind teuer und Mieten hoch. Auch die Wohnflächen sind kleiner als im bundesweiten Vergleich.


Ausgewählte weitere Städte

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt belegt bundesweit Rang 66, innerhalb Hessens Rang 4. Im Bereich „Freizeit & Natur“ weist sie die höchste Punktzahl der drei Bereiche auf. In der Stadt findet man sehr viele Vereine (15,3 je 1.000 Einwohner). Und bei der Zahl der Studierenden belegt die Wissenschaftsstadt hessen- und sogar bundesweit den ersten Platz. Etwa jeder dritte Einwohner war 2015/16 Student – Bestwert! Ähnlich wie in Wiesbaden haben die Menschen in Darmstadt schlechte äußere Rahmenbedingungen in den Bereichen „Wohnen“ und „Luftqualität“.

Die Stadt Kassel belegt bundesweit Rang 261. Punkten kann die Stadt im Bereich „Freizeit & Natur“. Innerhalb dieses Bereichs sammelt die documenta-Stadt vor allem mit vielen Studierenden, Vereinen und klassischen Kulturveranstaltungen Punkte. Probleme gibt es im Bereich „Sicherheit“, wo nur 7,5 von 20 Punkten erreicht werden. Im Vergleich zu anderen Kreisen bzw. Städten in Deutschland finden in Kassel viele Gewaltverbrechen und Einbrüche (38 bzw. 37 je 10.000 Einwohner) statt.


Schlusslichter

Weniger Punkte beim Thema äußere Lebensumstände sammeln Offenbach am Main (145 Punkte, Rang 358), Groß-Gerau (150 Punkte, Rang 340) und der Landkreis Kassel (Rang 324). Zwar sind diese Regionen von den 207 Punkten des Spitzenreiters München ein gutes Stück entfernt, aber leer gehen auch die hessischen Schlusslichter nicht aus. Im Gegenteil:
Die Stadt Offenbach am Main, die den letzten Platz in Hessen belegt, erreicht beispielsweise gute 9 von 15 Punkten im Bereich „Ganztagsbetreuung“ (Indikatoren F17–18). Weniger Punkte gibt es aufgrund der hohen Immobilienpreise und Mieten. Auch die geringste Wohnungsgröße findet man deutschlandweit in Offenbach (35 m² je Einwohner).

Groß-Gerau (vorletzter Rang in Hessen) sticht in keinem der drei Themenbereiche besonders heraus. Wenig Punkte erreicht der Landkreis mit seiner Luft – lediglich 6 von 22,5 Punkten gibt es im Bereich „Luftqualität“ (Rang 381). Eine relativ hohe Kaufkraft und hohe positive Bevölkerungsdynamik von 2010 bis 2015 sorgen hingegen für viele Punkte.  

Der Landkreis Kassel kann nur sehr wenige Punkte im Bereich „Freizeit & Natur“ sammeln. In den beiden anderen Bereichen überzeugt er durch sehr gute Rahmenbedingungen – insbesondere bei „Wohnen“ (8 von 10 Punkten) und „Sicherheit“ (15,5 von 20 Punkten).

*Rang-Unterschiede bei gleicher Punktzahl ergeben sich durch Nachkommastellen.

 

» Mecklenburg-Vorpommern

 

Ergebnisse für Mecklenburg-Vorpommern

Die Kreise und kreisfreien Städte Mecklenburg-Vorpommerns erreichen im ZDF-Deutschlandranking durchschnittlich 170 Punkte und liegen damit leicht über dem bundesweiten Durchschnitt. Punkte sammeln die Kreise und Städte vor allem im Bereich „Freizeit & Natur“, wo sie durchschnittlich 66 Punkte erzielen (Bundesdurchschnitt: 52 Punkte). Bei „Arbeit & Wohnen“ sind es hingegen nur 46 Punkte im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 58 Punkten.

Hansestadt Rostock ist ganz vorne

Den ersten Platz in Mecklenburg-Vorpommern belegt die Hansestadt Rostock (191 Punkte), die damit auch bundesweit sehr gut abschneidet (Platz 28 im Gesamtranking). Den zweiten Platz belegt der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 178 Punkten (Rang 93).

Womit die Besten punkten

Rostock weist vor allem im Bereich Freizeit und Natur sehr gute Werte auf, hier belegt die Hansestadt bundesweit den vierten Platz. Im Kultur- und Freizeitbereich ist das Angebot sehr gut und außerdem bietet die Stadt viele Erholungs- und Naturflächen. Kein Wunder, dass Rostock mit seinem Hafen, Stränden und dem historischen Stadtkern bei Touristen beliebt ist. Auch im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ steht Rostock gut da. Es gibt einen kleinen Wermutstropfen: Die Immobilienkaufpreis-Einkommens-Relation ist hoch und es gibt wenig Wohnfläche pro Einwohner. Äußerst beliebt bei Touristen ist auch Vorpommern-Rügen, das im Bereich „Freizeit & Natur“ bundesweit auf Platz 3 liegt. Sandstrände, die Hansestadt Stralsund mit ihrer als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesenen Altstadt sowie Deutschlands größte Insel Rügen sind die Touristenmagnete des Kreises Vorpommern-Rügen. Da passt es gut, dass der Lankreis bei den Sonnenstunden deutschlandweit zu den Top 10 zählt. Der Landkreis verzeichnet wohl auch deswegen bundesweit die höchsten Übernachtungszahlen je Einwohner (43,8). Aber auch einen Negativrekord verbucht die Touristenregion, nämlich die meisten Übergewichtigen deutschlandweit (62,4 Prozent).

Die Landeshauptstadt Schwerin

Schwerin liegt mit 168 Punkten im Mittelfeld (Rang 193) der deutschen Kreise, die durchschnittlich 166 Punkte erreichen. Das eher schlechte Abschneiden im Bereich „Arbeit & Wohnen“ gleicht die zweitgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns mit guten Werten im Bereich „Freizeit & Natur“ aus.

Schlusslicht

Den letzten Platz in Mecklenburg-Vorpommern belegt Ludwigslust-Parchim, das immerhin 154 Punkte erreicht. Der zweitgrößte Landkreis Deutschlands schneidet vor allem im Bereich „Arbeit & Wohnen“ eher schlecht ab. Gute Werte verzeichnet er dagegen bei der geschlechterspezifischen Einkommensspreizung und der Beschäftigungsquote der Frauen. Außerdem gibt es wenig Wohnungseinbrüche und Gewaltverbrechen.

» Niedersachsen

 

Ergebnisse für Niedersachsen

Mit durchschnittlich 153 Punkten beim Deutschlandranking des ZDF liegen die niedersächsischen Kreise unter dem deutschen Durchschnitt von 166 Punkten. Am besten schneidet Niedersachsen noch im Bereich „Arbeit & Wohnen“ ab – einem von drei Subrankings. Hier erzielen die niedersächsischen Kreise im Schnitt 57 Punkte, im Vergleich zu 58 Punkten im bundesweiten Durchschnitt. Im zweiten Bereich – „Gesundheit & Sicherheit" liegen die niedersächsischen Kreise etwa sechs Punkte unter dem Bundesdurchschnitt. Bei „Freizeit & Natur“ fehlen ihnen durchschnittlich sieben Punkte zum Bundesschnitt.


Die Top 3 in Niedersachsen

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen in Niedersachsen sind die Städte Braunschweig (177 Punkte, Rang 102 von 401 in Deutschland), Wolfsburg (174 Punkte, Rang 127) und Oldenburg (170 Punkte, Rang 181). Deutschlandweit schafft es allerdings keine niedersächsische Stadt unter die besten 100 Kreise bzw. Städte.


Wo die Top 3 Niedersachsens richtig punkten

Die Stadt Braunschweig kann vor allem im Subranking „Arbeit & Wohnen“ punkten. Hierfür sorgen unter anderem geringe öffentliche Schulden und die hohe Kaufkraft. Weniger Punkte erreicht die Stadt im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“, unter anderem aufgrund einer geringen Punktzahl im Bereich „Luftqualität“ (9,8 Punkte und damit bundesweit Rang 304).

Wolfsburgs Stärken liegen eindeutig im Bereich „Arbeit & Wohnen“. Hier erreicht die Stadt deutschlandweit einen guten Rang 28 von 401. Die Stadt selbst und auch ihre Einwohner haben kaum Schulden und die durchschnittlichen Pendlerdistanzen sind im bundesweiten Vergleich die geringsten, da sehr viele Einwohner Wolfsburgs auch hier arbeiten (8,7 km).

Oldenburg liegt im Bereich „Freizeit und Natur“ mit 58 Punkten auf einem guten 95. von 401 Rängen in Deutschland. Hierfür sorgen mehrere Faktoren: Unter anderem leben in der Stadt viele Studierende, die Bibliotheken und Theater sind gut besucht.


Die Landeshauptstadt

Die Region Hannover kommt in Niedersachsen mit 160 Punkten auf Rang 12 von 45 niedersächsischen Regionen, im Gesamtranking auf Rang 269 von 401. Im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ kann die Region, die neben der Landeshauptstadt Hannover das direkte Umland umfasst, am wenigsten punkten (bundesweit Rang 337 von 401 in diesem Subranking). Dies liegt unter anderem an einer geringen Punktzahl im Bereich „Sicherheit“ (7,5 Punkte und damit Rang 375). Viele Punkte erreicht die Region durch die durchschnittlich geringen Pendlerdistanzen (8 Punkte) und die vergleichsweise hohe Kaufkraft (6 Punkte).


Ausgewählte weitere Städte

Die Stadt Osnabrück (162 Punkte, Gesamtrang 257) und der Landkreis Göttingen (167 Punkte, Gesamtrang 207) bieten im niedersächsischen Vergleich gute Rahmenbedingungen für Lebensqualität. Göttingen kann insbesondere beim „Studierendenanteil“ (Rang 33 von 401) und in der Kategorie „Luftqualität“ punkten (insgesamt 15 Punkte und damit Rang 78 von 401). Eine Besonderheit: Osnabrück weist die zweithöchste Vereinsdichte in Deutschland auf (17 Vereine je 1.000 Einwohner) – das bringt der Stadt die Höchstpunktzahl bei diesem Indikator.


Schlusslichter

Die Schlusslichter in Niedersachsen bilden die Städte Delmenhorst, Salzgitter und Emden – mit immerhin noch stolzen 124, 130 bzw. 135 von insgesamt 300 möglichen Punkten. In keinem der Subbereiche können die drei Regionen herausragende Punktwerte erzielen. Für die drei Städte gibt es dennoch positive Ergebnisse. In Delmenhorst können die Menschen die geringsten Arbeitsstunden vorweisen – volle Punktzahl. Salzgitter schneidet im Bereich „Wohnen“ gut ab (Indikatoren W5, W9–10) und erreicht dort mehr als 7 von 10 möglichen Punkten. In Emden können die Einwohner auf eine gute Gesundheitsversorgung zurückgreifen. Die Arztdichte ist hoch (Rang 89 von 401) und die Krankenhäuser schnell erreichbar (volle Punktzahl bei diesem Indikator).

 

» Nordrhein-Westfalen

 

Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen

Die nordrhein-westfälischen Regionen liegen zusammengenommen unter dem Bundesdurchschnitt: Die Kreise und kreisfreien Städte in NRW erreichen im Durchschnitt 150 Punkte von 300 erreichbaren Punkten bei der Deutschland-Studie des ZDF – 16 Punkte weniger als der Bundesschnitt. Kaum ein Land hat eine so hohe Bandbreite zu bieten wie NRW: Einerseits gibt es besonders viele vom Strukturwandel hart getroffene Industriestädte. Vor allem das Ruhrgebiet leidet seit Jahrzehnten unter dem Rückgang der Schwerindustrie. Als Folge des Strukturwandels ist in vielen Städten und Kreisen NRWs die Arbeitslosigkeit immer noch hoch, gleiches gilt für die Anzahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften, die finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, und die Kinderarmut. Mit Gelsenkirchen stellt NRW sogar das Schlusslicht des Deutschlandrankings – das allerdings auf immerhin 109 Punkte kommt, unter anderem durch günstige Mieten und gute Kulturangebote. Zugleich gibt es auch NRW-Städte auf Toprängen, wie beispielsweise der Landesbeste Münster/Westf. (190 Punkte, Gesamtrang 33).

Die Top 3 in NRW

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen in NRW sind Münster/Westf. (190 Punkte, Rang 33), Düsseldorf (177 Punkte, Rang 101) und Bonn (175 Punkte, Rang 121). Insbesondere Münster steht also auch im bundesweiten Vergleich sehr gut da. Bei einigen Indikatoren ist man sogar deutschlandweit Spitze: Die Universitätsstadt verzeichnet bundesweit den höchsten Bevölkerungszuwachs. Außerdem sind die Lebenserwartung, die Ärztedichte und die Wahlbeteiligung in der Fahrradstadt sehr hoch. Die Landeshauptstadt Düsseldorf kann besonders im Bereich „Freizeit & Natur“ punkten – einem von drei Subrankings. Bundesweit belegt sie hier einen sehr guten Platz 21 von 401. Innerhalb dieser Kategorie punktet die Stadt unter anderem mit einem hohen Anteil an Erholungsfläche an der Gesamtfläche und mit einer hohen Bar- und Restaurantdichte.

Ausgewählte weitere Städte

Auch einige Kilometer rheinaufwärts in Köln (166 Punkte, Rang 222 von 401) finden sich überdurchschnittlich viele Erholungsflächen und die Einwohnerzahl der Stadt wächst stark. Im deutschlandweiten Vergleich der Millionenstädte steht Köln somit solide da: Zwar liegt München als Gesamterster mit 207 Punkten weit vorn. Doch Hamburg erreicht mit 172 Punkten nur sechs Punkte mehr als die Domstadt, und die Hauptstadt Berlin liegt sogar nur drei Punkte vor Köln (169 Punkte, Rang 189).

Schlusslichter

Die Schlusslichter in Nordrhein-Westfalen – Duisburg (114 Punkte), Herne (112 Punkte) und Gelsenkirchen (109 Punkte) – finden sich auch im bundesweiten Vergleich auf den letzten drei Plätzen. Wenig Punkte gibt es für relativ hohe Kinderarmut, niedrige Beschäftigungsquoten der Frauen und für hohe Anteile von Einwohnern in Bedarfsgemeinschaften, die finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten. Auch die starke Arbeitslosigkeit verhindert bessere Punktwerte im Bereich „Arbeit & Wohnen“. Doch Vorsicht bei zu schnellen Schlüssen! Immerhin noch über 100 Punkte für alle drei Städte zeigen: So wie in München nicht alles glänzt, ist bei den Schlusslichtern nicht alles schlecht. Im Gegenteil: Herne und Gelsenkirchen belegen beim Anteil der Erholungsflächen an den Gesamtflächen bundesweit Plätze in der Spitzengruppe. Herne hat deutschlandweit die zweitwenigsten Verletzten im Straßenverkehr. Und vor allem: Wohneigentum ist in den drei Städten im Großstadtvergleich erschwinglich – etwas, das man gerade von vielen städtischen Umfeldern nicht behaupten kann. Die Schlusslichter des NRW-Rankings vereinen somit niedrige Wohnkosten mit guter urbaner Erreichbarkeit, beispielsweise von Kulturangeboten.

» Rheinland-Pfalz

 

Ergebnisse für Rheinland-Pfalz

Mit durchschnittlich 168 Punkten beim Deutschlandranking des ZDF liegen die rheinland-pfälzischen Kreise und kreisfreien Städte knapp über dem deutschen Durchschnitt von 166 Punkten. Am besten schneidet Rheinland-Pfalz im Bereich „Arbeit & Wohnen“ ab – einem von drei Subrankings. Hier erzielen die rheinland-pfälzischen Kreise und Städte im Schnitt 59 Punkte. In einem weiteren Bereich – „Gesundheit & Sicherheit“ – liegen die Kreise und Städte aus Rheinland-Pfalz knapp unter dem Bundesdurchschnitt (57 Punkte). Bei „Freizeit & Natur“ liegen sie knapp über dem deutschlandweiten Durchschnitt.


Die drei Topregionen in Rheinland-Pfalz

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen in Rheinland-Pfalz sind die Landkreise Südliche Weinstraße, Bernkastel-Wittlich sowie Mainz-Bingen. Sie gehören zu den besten 40 deutschlandweit. Die Südliche Weinstraße landet mit 192 Punkten auf Rang 17 des Gesamtrankings.  


Womit die rheinland-pfälzischen Top 3 richtig punkten

Der Landkreis Südliche Weinstraße kann in allen drei Bereichen über 60 Punkte vorweisen. Am meisten punktet die Südliche Weinstraße im Bereich „Freizeit & Natur“. Hier befindet sich der Landkreis unter den Topregionen in Deutschland mit 37 Punkten. Eine große Anzahl an Vereinen (knapp 12 je 1.000 Einwohner) und eine hohe Bar- und Restaurantdichte (volle Punktzahl) stehen exemplarisch für sehr gute Rahmenbedingungen. Auch im Bereich „Wohnen“ sind die Ergebnisse sehr positiv. Allerdings steht die Südliche Weinstraße im Bereich „Gesundheit“ mit über 800 Einwohnern je Arzt im bundesweiten Vergleich eher schlecht da.

Bernkastel-Wittlich punktet ebenfalls im Bereich „Freizeit & Natur“ (Rang 43). Auch hier finden sich viele Vereine, Bars und Restaurants (jeweils volle Punktzahl). Beim Thema „Wohnen“ schneidet der Landkreis gut ab. Im Bereich „Gesundheit“ gibt es einen klaren Wermutstropfen: In nur einem Kreis in Deutschland sind die Krankenhäuser noch schlechter erreichbar.

In Mainz-Bingen bestehen beste Rahmenbedingungen zum Wohnen und Arbeiten (bundesweit Rang 4). Dies liegt unter anderem an einer sehr hohen Kaufkraft (volle Punktzahl) und 10 von 15 möglichen Punkten im Bereich „Gleichberechtigung“. Die Luftqualität könnte verbessert werden. Hier erreicht der Landkreis lediglich 9 von 22,5 möglichen Punkten.  

Die Landeshauptstadt Mainz

Mainz befindet sich im Bundesland Rheinland-Pfalz auf dem vierten Rang. Die Landeshauptstadt, die bundesweit den 60. Platz belegt, besticht durch gute Ergebnisse im Bereich „Freizeit & Natur“. Dies liegt unter anderem an vielen Vereinen und einer hohen Bar- und Restaurantdichte. Im Bereich „Arbeit und Wohnen“ bestehen sowohl gute als auch weniger gute Rahmenbedingungen. Die Kaufkraft ist hoch und es gibt nur wenig Schulabbrecher (volle Punktzahl). Schlechtere Bedingungen findet man in Mainz im Bereich „Wohnen“ (Rang 387): Immobilien sind teuer und Mieten hoch. Auch die durchschnittlichen Wohnflächen sind im bundesweiten Vergleich eher gering.


Schlusslichter in Rheinland-Pfalz

Weniger vielversprechend als in Mainz sind die Rahmenbedingungen für Lebensqualität in Ludwigshafen am Rhein (Rang 384), Frankenthal (Rang 362) und Worms (Rang 348).
Ludwigshafen am Rhein, das den letzten Platz in Rheinland-Pfalz belegt, kann mit 13,5 von 15 Punkten sehr gute Werte im Bereich „Gesundheitsversorgung“ vorweisen. Nicht so gut schneidet „Arbeit & Wohnen“ ab und die Luftqualität ist im bundesweiten Vergleich gering.

In Frankenthal (vorletzter Rang in Rheinland-Pfalz) gibt es an einigen Stellen Probleme. So erreicht der Landkreis nur 5,3 von 22,5 Punkten im Bereich „Luftqualität“ (Rang 391). In Frankenthal gibt es bundesweit zudem die wenigsten Vereine je Einwohner. Relativ viele Sonnenstunden (8 von 10 Punkten) und eine gute Gesundheitsversorgung (11,5 von 15 Punkten) sprechen aber für den Landkreis.

Worms Stärke liegt im Bereich „Freizeit & Natur“. Die Stadt besticht beispielsweise durch eine hohe Bar- und Restaurantdichte. Zudem leben vergleichsweise viele Studierende in der Stadt. Schulden und eine im bundesweiten Vergleich hohe Kinder- sowie Altersarmut bereiten jedoch Probleme.

 

» Saarland

 

Ergebnisse für das Saarland

Die Kreise und kreisfreien Städte des Saarlandes liegen insgesamt mit 162 Punkten leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 166 Punkten. Im Bereich „Arbeit & Wohnen“ erreichen sie 53 Punkte (Bundesdurchschnitt: 58), bei „Gesundheit & Sicherheit“ 56 Punkte (Bundesdurchschnitt: 57). Im Bereich „Freizeit & Natur“ liegen sie mit 53 Punkten in etwa im Bundesdurchschnitt.

Den ersten Platz im Saarland erhält der Landkreis St. Wendel

Spitzenreiter im Saarland ist der Landkreis St. Wendel mit 177 Punkten. Am besten schneidet der Kreis im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ ab. Es gibt hier wenig Gewaltverbrechen, viele Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, die Luftqualität ist gut und die Kinderarmut gering. Die Wahlbeteiligung bei Bundestags- und Kommunalwahlen ist hier übrigens auch sehr hoch.

Die Landeshauptstadt

Der Regionalverband Saarbrücken erreicht 156 Punkte und liegt damit auf Platz 294 im Deutschlandvergleich (von 401 Landkreisen). Nicht so gut schneidet Saarbrücken im Bereich „Arbeit & Wohnen“ ab, dafür punktet die Landeshauptstadt in Sachen „Freizeit & Natur“. Positiv ist die hohe Arztdichte, die geringen Pendlerdistanzen, die vielen Vereine und eine sehr hohe Bar- und Restaurantdichte.

Das Schlusslicht im Saarland ist Neunkirchen

Den letzten Platz im Bundeslandvergleich belegt Neunkirchen mit 146 Punkten, auch weil die Bevölkerung hier schrumpft. Die ehemalige Stahl- und Bergbaustadt weist aber eine sehr hohe Bar- und Restaurantdichte auf.

 

» Sachsen

 

Ergebnisse für Sachsen

Mit durchschnittlich 174 Punkten liegen die sächsischen Kreise und kreisfreien Städte über dem deutschen Durchschnitt von 166 Punkten. Am besten schneidet Sachsen im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ ab – einem von drei Subrankings. Hier erzielen die sächsischen Städte und Kreise im Schnitt 60 Punkte. Bei „Freizeit & Natur“ liegen sie durchschnittlich sogar mehr als sieben Punkte über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Im Bereich „Arbeit & Wohnen“ liegen die Kreise aus Sachsen etwa drei Punkte unter dem Bundesdurchschnitt (58 Punkte).


Die sächsischen Top 3

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen in Sachsen sind die Stadt Dresden, der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie der Vogtlandkreis. Deutschlandweit gehören die drei Landkreise zu den 100 Kreisen mit den bes¬ten äußeren Rahmenbedingungen für Lebensqualität. Dresden erreicht mit 198 Punkten sogar einen hervorragenden Rang 12 des deutschlandweiten Rankings.


Wo die Top 3 richtig punkten

Dresden besticht durch hohe Punktzahlen im Bereich „Freizeit & Natur“. Das liegt unter anderem an den sehr hohen Ganztagsbetreuungsquoten und einem großen Angebot an klassischen Kulturveranstaltungen. Auch mit Blick auf den Bereich „Gleichberechtigung“ gehört Dresden bundesweit zu den fünf Kreisen mit den höchsten Punktzahlen. Nicht ganz so positiv fällt in der Landeshauptstadt der Bereich „Wohnen“ aus.  

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erzielt viele Punkte in den Bereichen „Gesundheit & Sicherheit“ sowie „Freizeit & Natur“. Beim Thema Sicherheit und den Ganztagsbetreuungsquoten gehört der Landkreis sogar zu den Kreisen mit den höchs¬ten Punktzahlen in ganz Deutschland. Schlechter schneidet „Wohnen & Arbeit“ ab: Die Kaufkraft ist vergleichsweise gering und die Schulabbrecherquote hoch.  

Der Vogtlandkreis punktet ebenfalls in den Bereichen „Gesundheit & Sicherheit“ sowie „Freizeit & Natur“. Bei der Sicherheit bekommt der Kreis 16,5 von 20 Punkten. Aufgrund des starken Bevölkerungsrückgangs wird hier nur die Mindestpunktzahl erreicht.


Ausgewählte weitere Städte wie Leipzig und Chemnitz

Leipzig belegt bundesweit Rang 110. Im Bereich „Freizeit & Natur“ gehört die Stadt deutschlandweit zu den besten 30 Kreisen bzw. Städten. Die Ganztagsbetreuungsquoten sind hoch und 11,5 von 15 Punkten im Bereich „Gleichberechtigung“ überzeugen. Einige Bereiche wie ein relativ hoher Anteil an Einwohnern in Bedarfsgemeinschaften und die zweithöchste Schulabbrecherquote im bundesweiten Vergleich wirken sich jedoch nicht ganz so positiv auf die Gesamtpunktzahl aus.

Die Stadt Chemnitz gehört zu den 100 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten mit den höchsten Punktzahlen (Rang 98). Chemnitz punktet dabei vor allem im Bereich „Freizeit & Natur“. Dies liegt unter anderem an hohen Ganztagsbetreuungsquoten und einem guten Angebot an klassischen Kulturveranstaltungen.  


Schlusslicht Nordsachsen und Zwickau

Nicht ganz so vielversprechend sind die äußeren Rahmenbedingungen der Lebensumstände im Landkreis Nordsachsen (Rang 297), im Landkreis Zwickau (Rang 215) und im Erzgebirgskreis (Rang 204).

Nordsachsen, das den letzten Platz in Sachsen belegt, kann immerhin 10,5 von 15 Punkten im Bereich „Gleichberechtigung“ vorweisen. Bei den Sonnenstunden bekommt der Landkreis 8 von 10 möglichen Punkten. Weniger positiv sind die stark abnehmenden Bevölkerungszahlen und eine hohe Schulabbrecherquote.

Der Landkreis Zwickau sowie der Erzgebirgskreis liegen bei der Gesamtpunktzahl in etwa im bundesweiten Durchschnitt. Beide bekommen im Bereich „Gesundheit & Sicherheit“ viele Punkte. Besonders im Bereich „Sicherheit“ überzeugen sowohl Zwickau (16 von 20 Punkten) als auch der Erzgebirgskreis (18 von 20 Punkten). Kein Kreis in Deutschland bekommt in diesem Unterbereich mehr Punkte als der Erzgebirgskreis (Rang 1). Nicht so gut sieht es mit Blick auf den Bereich „Arbeit & Wohnen“ aus. Die Kaufkraft ist im bundesweiten Vergleich gering und die Schulabbrecherquoten hoch. Zudem leiden beide Kreise unter dem Rückgang der Einwohnerzahlen.

 

» Sachsen-Anhalt

 

Ergebnisse für Sachsen-Anhalt

Mit durchschnittlich 152 Punkten schneiden die Kreise und kreisfreien Städte Sachsen-Anhalts im Bundesdurchschnitt (166 Punkte) eher schlecht ab. Überdurchschnittlich gut steht Sachsen-Anhalt dafür im Bereich „Freizeit & Natur“ da. Hier erreichen die Kreise des Bundeslandes durchschnittlich 56 Punkte im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt von 52 Punkten.


Zu den Top 3 des Landes gehören der Harz und Magdeburg

Im Bundeslandvergleich am besten schneiden die Landeshauptstadt Magdeburg (Rang 217), Dessau-Roßlau und der Harz ab.


Wo die Top 3 Spitze sind

Magdeburg kann vor allem mit guten Betreuungsmöglichkeiten und vielen Erholungsflächen punkten. Auch im bundesweiten Vergleich weist die Landeshauptstadt daher im Bereich „Freizeit & Natur“ sehr gute Werte auf. Die geschlechterspezifische Einkommensspreizung ist in Magdeburg sehr gering (die Frauen haben mit 56 Euro Unterschied ein geringfügig höheres mittleres Einkommen als die Männer). Auch Dessau-Roßlau steht im Bereich „Freizeit & Natur“ mit vielen Erholungsflächen und den Angeboten an Ganztagsbetreuung sehr gut da. Bei der Beschäftigungsquote der Frauen und der Anzahl der Schüler je Lehrkraft schneidet es überdurchschnittlich gut ab. Wie fast alle Kreise in Sachsen-Anhalt weist auch der Harzkreis im Bereich „Freizeit & Natur“ besonders positive Werte auf. Besonders gute Ergebnisse erzielt der Harz darüber hinaus bei den Immobilienpreisen, der Ganztagsbetreuung und den touristischen Übernachtungszahlen.


Ausgewählte weitere Städte

Halle bekommt deutschlandweit 153 Punkte (Rang 318). Die Stärken liegen im Bereich „Freizeit & Kultur“. Dafür sprechen eine große Anzahl an Studierenden, die hohen Ganztagsbetreuungsquoten und eine Vielzahl an klassischen Kulturveranstaltungen. Auch weist die Stadt hohe Werte im Bereich „Gleichberechtigung“ auf. Im Bereich „Luftqualität“ bekommt Halle nur 7,5 von 22,5 Punkten, beim Thema „Sicherheit“ nur die Hälfte der Punkte. Die Kinderarmut in der Stadt gehört zu der höchsten in Deutschland (Rang 398).


Schlusslichter in Sachen-Anhalt

Die hinteren drei Plätze in Sachsen-Anhalt belegen Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz und der Salzlandkreis. Anhalt-Bitterfeld leidet zwar unter schlechten Werten im Bereich „Arbeit & Wohnen“ dafür gibt es hier viel Erholungsfläche pro Einwohner, eine gute Ganztagsbetreuung und viel Sonnenschein. Entsprechend dem landesweiten Trend in Sachsen-Anhalt gibt es auch in Mansfeld-Südharz nur sehr geringe Unterschiede bei den mittleren Einkommen von Männern und Frauen. Allerdings ist die Kaufkraft hier sehr gering und auch die Bevölkerungsdynamik eher negativ. Gleiches gilt für den Salzlandkreis, der dafür ebenfalls hohe Werte bei den Erholungsflächen je Einwohner und der Ganztagsbetreuung aufweist.

 

» Schleswig-Holstein

 

Ergebnisse für Schleswig-Holstein

Die Kreise und Städte in Schleswig-Holstein liegen mit 161 Punkten nur leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von 166 Punkten. Alle drei Bereiche „Arbeit & Wohnen“, „Gesundheit & Sicherheit“ und „Freizeit & Natur“ sind solide.

Die Top 3 Schleswig-Holsteins sind ländlich geprägt

Am besten lebt es sich in Schleswig-Holstein auf dem Land. Die Kreise Ostholstein (177 Punkte), Nordfriesland (173 Punkte) und Stormarn (171 Punkte) belegen die ersten drei Plätze im Bundeslandvergleich.


Wo die Top 3 richtig punkten

Ostholstein schneidet vor allem im Bereich „Freizeit & Natur“ gut ab. Die Gewaltverbrechen sind hier niedrig und die Region ist sehr beliebt bei Touristen. Nordfriesland beeindruckt mit der bundesweit höchsten Bar- und Restaurantdichte und ist mit seinen Ferieninseln ebenfalls sehr beliebt bei Touristen (43,5 Übernachtungen je Einwohner, zweithöchster Wert in Deutschland). Allerdings leben die Menschen im Landkreis durchschnittlich 37 Minuten von der nächsten Stadt (Mittelzentrum) entfernt, das ist bundesweit die höchste Entfernung. Stormarn schneidet hervorragend im Bereich „Arbeit & Wohnen“ ab, dafür aber nicht so gut bei „Freizeit & Natur“. Weitere Fakten: Die Arbeitslosenquote ist niedrig, die Kaufkraft hoch und die Bevölkerung wächst.


Die Landeshauptstadt Kiel

Die Landeshauptstadt Kiel schneidet im Bereich „Freizeit & Natur“ gut ab, dafür gibt es weniger Punkte bei „Arbeit und Wohnen“ Positiv sticht in Kiel der Anteil der Erholungsfläche an der Gesamtfläche, die Pendlerdistanzen und die Arztdichte heraus. Insgesamt erreicht Kiel mit 162 Punkten Rang 252.


Weitere ausgewählte Städte

Die Hansestadt Lübeck liegt nur im unteren Mittelfeld bei der Bewertung der Rahmenbedingungen für Lebensqualität. Herausforderungen bestehen im Bereich Wohnen, da sowohl Mieten als auch Wohneigentum sehr teuer sind. Ferner leben viele Menschen in Bedarfsgemeinschaften. Punkten kann Lübeck im Bereich „Freizeit & Natur“: Auf der Habenseite kann Lübeck hier ein gutes Kultur- und Freizeitangebot verbuchen. Zudem ist die Schadstoffbe¬lastung der Luft – zumindest im Großstadtvergleich – gering.


Schlusslichter

Dithmarschen (154 Punkte), Steinburg (145 Punkte) und Neumünster (133 Punkte) belegen die letzten Plätze in Schleswig-Holstein. Trotz der insgesamt nicht ganz so guten äußeren Lebensumstände gibt es auch viele Vorteile. In Dithmarschen ist die Immobilienkaufpreis-Einkommens-Relation niedrig und die Wohnfläche pro Einwohner hoch. Bei Touristen ist der Kreis beliebt. Auch in Steinburg sind Immobilien günstig. Zudem gibt es viele Vereine, in denen die Menschen sich engagieren und austauschen können. Neumünster schneidet zwar in allen Bereichen eher unterdurchschnittlich ab, in der Stadt gibt es aber besonders viele Erholungsflächen.

» Thüringen

 

Ergebnisse für Thüringen

Mit durchschnittlich 166 Punkten in der Deutschland-Studie des ZDF liegen die thüringischen Kreise und kreisfreien Städte genau im Durchschnitt Deutschlands. Am besten schneiden die thüringischen Kreise und Städte im Bereich „Freizeit & Natur“ ab – einem von drei Subrankings. Hier erzielen die Thüringer Kreise im Schnitt 55 Punkte, im Vergleich zu 52 Punkten im bundesweiten Durchschnitt. In einem weiteren Bereich – „Arbeit & Wohnen“ – liegen die Thüringer Kreise etwa vier Punkte unter dem Bundesdurchschnitt. Bei „Gesundheit & Sicherheit“ weichen sie kaum vom deutschlandweiten Durchschnitt ab.


Die Top 3 Thüringens

Die drei Regionen mit den besten äußeren Lebensumständen in Thüringen sind Jena, Weimar und der Saale-Holzland-Kreis (Rang 128). Insbesondere Jena (193 Punkte, Gesamtrang 16) und Weimar (185 Punkte, Gesamtrang 54) stehen nicht nur in Thüringen, sondern auch im bundesweiten Vergleich sehr gut da.


Wo die thüringischen Top 3 richtig punkten

Jena belegt deutschlandweit Rang 1 bei den Ganztagsbetreuungsqoten. Weimar liegt direkt dahinter auf Rang 2. Der Saale-Holzland-Kreis weist bundesweit die fünfthöchste Punktzahl im Bereich der Gleichberechtigung auf (Indikatoren W13–15).


Die Landeshauptstadt

Erfurt kann mit 174 Punkten eine im thüringischen sowie im bundesdeutschen Vergleich überdurchschnittliche Gesamtpunktzahl vorweisen und liegt damit im Gesamtranking auf Rang 138. Bei der Gleichberechtigung gehört die Stadt zu den besten 25 Kreisen in Deutschland. Auch bei den Ganztagsbetreuungsquoten liegt die Stadt in den deutschlandweiten Top Ten.


Ausgewählte weitere Städte

Weniger Punkte in Sachen äußere Lebensumstände sammelt Gera (163 Punkte, Rang 243). Dies liegt allerdings nicht am Bereich „Freizeit & Natur“. Hier schneidet die Stadt überdurchschnittlich gut ab (Rang 88) und kann innerhalb des Bereichs unter anderem Topplatzierungen bei Gleichberechtigung und Betreuung vorweisen. Insbesondere beim Bereich „Arbeit & Wohnen“ mit einer hohen Arbeitslosigkeit (9,2 Prozent), einer geringen Kaufkraft und hohen Bevölkerungsverlusten kann Gera kaum punkten.  
Die Stadt Suhl belegt bundesweit den ersten Platz im Bereich Sicherheit (Indikatoren G9–G11). Bei den Sonnenstunden hingegen ist Suhl deutschlandweit Letzter.


Schlusslichter

Die Schlusslichter in Thüringen bilden die stark ländlich geprägten Kreise Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuserkreis und Sömmerda – mit immerhin noch 149, 149 und 144 Punkten. Unterdurchschnittlich sind die Punktzahlen aller drei Kreise im Bereich „Arbeit & Wohnen“, und hier insbesondere beim Indikator Kaufkraft. Punkten können diese drei Kreise bei der Gleichberechtigung. Viele Frauen verdienen ähnlich gut wie ihre Männer, im Kyffhäuserkreis sogar besser (Differenzbetrag der Medianeinkommen der Frauen zu den Männern: -95) – eine Seltenheit in Deutschland. Außerdem ist auch der Frauenanteil in der Politik in diesen Kreisen vergleichsweise hoch.